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Es ist gerade tiefstes Mittelalter, als der Eishof um 1290 das erste Mal urkundlich erwähnt wird. Als spartanisches Bauernhaus steht er bereits damals inmitten der hohen Bergspitzen im hintersten Talkessel des Pfossentals. Hier, wo sich Grafspitze, Hohe Weiße und Hohe Wilde mit ihren Höhenmetern messen.

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Vermutlich ist es genau diese Vielfalt an hohen Bergen, die den damals noch schlecht ausgestatteten Hof im 19. Jahrhundert trotzdem zum Stützpunkt für Bergsteiger macht. Eine Zeit, in der in den urigen Zimmern zum ersten Mal auch Gäste übernachten dürfen. 

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Weil der Eishof um 1897 ganzjährig bewohnt wurde, galt er außerdem als die höchstgelegene Dauersiedlung in den Ostalpen. Doch bereits ein Jahr später wurde er nur noch als Alm bewirtschaftet und schließlich um 140.000 Lire an zehn Meraner Bauernfamilien verkauft. Sechs von ihnen sind heute immer noch stattliche Besitzer dieses geschichtsträchtigen Gebäudes. Und das, obwohl Brandstifter 1973 versucht haben, den Eishof zu vernichten. Mit Hilfe der Landesregierung konnte das beliebte Wanderziel jedoch gerettet und in seiner schönsten Form wieder errichtet werden. Heute sogar mit eigenem Werk, das den ganzen Eishof mit Strom versorgt.

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Eine Geschichte, die so weit zurück reicht und inmitten der mächtigen Unendlichkeit der Berge heute immer noch spürbar ist. 

Eishof im Pfossental
Eishof im Pfossental